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Gesund leben


Rauchen: Modisch aber ungesund


Zum Aufhören ist es nie zu spät!

Sobald die Temperaturen im Herbst fallen, steigt die Gefahr für kalte Füße. Wer momentan frühmorgens an Bushaltestellen ausharren muss, erfährt dies eiskalt am eigenen Leib. Schuld am Temperatursturz an den äußeren Extremitäten können so simple Dinge wie das falsche Schuhwerk sein. Oder  – und schon befinden wir uns in einer wissenschaftlichen Grauzone – eben doch das Geschlecht. Manche Experten sind überzeugt davon, dass das unterschiedliche Verhältnis von Muskeln und Fettgewebe bei Mann und Frau eine wichtige Rolle beim Temperaturempfinden spielt.


Auch Männer leiden unter Fuß-Frost

Der Allgemeinmediziner Hans-Michael Mühlenfeld, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Bremen, hält nicht viel von dieser Erklärung. „Männer leiden genauso häufig unter kalten Füßen, sie reden eben nur nicht darüber“, ist der Arzt überzeugt. Das Eiszapfen-Empfinden enstehe vielmehr dadurch, dass die Füße nicht richtig durchblutet werden. Und das könne Frauen wie Männer gleichermaßen treffen, etwa aufgrund einer in den meisten Fällen eher harmlosen Kreislaufregulationsstörung, so Mühlenfeld. Sie kommt zustande, wenn das Blut nicht angemessen im Adernsystem der Beine zirkulieren kann. Ein zu niedriger Blutdruck ist dann möglicherweise ausschlaggebend für die Eisfüße. Davon sind meist schlanke Menschen betroffen.


Was hinter kalten Füßen stecken kann

Kalte Füße könnten aber auch auf eine ernsthafte Gefäßerkrankung hindeuten. Diabetikern, Rauchern, Menschen mit erhöhtem Blutdruck oder starkem Übergewicht kann auf Dauer eine Verengung der Gefäße drohen: Die Füße werden schlechter durchblutet und frieren. Erste Hinweise darauf gibt ein Test. „Ob es krankheitsbedingte kalte Füße sind, kann man feststellen: Schmerzen die kalten Füße bei Bewegung, sollte man die Beschwerden dringend von einem Mediziner abklären lassen“, sagt Mühlenfeld.

Ebenfalls ein Fall für den Arzt sind ganz plötzlich kalte und schmerzende Füße, vor allem, wenn sie sich dann auch noch weiß oder bläulich verfärben. Ist nur ein Bein betroffen, sofort den Arzt kontaktieren! Wer unter Diabetes oder anderen chronischen Erkrankungen leidet, muss sein Fuß-Klima stets besonders gut im Auge behalten. Denn gerade Diabetiker merken möglicherweise gar nicht, wenn die Füße zu kalt werden. Und wer außerdem auch im Sommer unter kalten Füßen leidet, während alle anderen am liebsten barfuß laufen, dem wäre Mühlenfeld zufolge ein Arztbesuch ebenfalls dringend angeraten. 


Tipps, die richtig einheizen

Hat der Mediziner ernste Ursachen ausgeschlossen, lässt sich die Durchblutung der Füße mit ganz simplen Methoden ankurbeln. Als Erste-Hilfe-Programm eignet sich Wippen mit den Füßen, Zehenrollen oder Auf-und-ab-Hüpfen. Eine gute Prophylaxe wäre außerdem, die Beine beim Sitzen nicht übereinander zu schlagen, sondern bequem nebeneinander auf den Boden zu stellen.

Zur Vorbeugung kann aber noch viel mehr getan werden: „Alles, was die Füße reizt, hilft in diesem Fall. Neben kalt-warmen Wechselbädern sind auch Güsse geeignet“, sagt der Mediziner. Im kalten Wasser würden sich die Adern, die das Blut in die Beine transportieren, zusammenziehen, bei warmem Wasser wieder ausdehnen. „Ein super Training, um sich fit für die kalte Jahreszeit zu machen“, sagt Mühlenfeld.


Schlafkiller kalte Füße

Hilfreich seien aber auch Saunagänge und Ausdauersport. Denn wenn der Kreislauf angekurbelt wird, ist das gut für den Blutdruck und damit auch für das Wohlfühlklima an den Füßen. Bürsten-Massagen könnten Mühlenfeld zufolge zwar einen ganz ähnlichen Effekt haben. Der Mediziner rät aber dennoch zu mehr Bewegung, weil sie generell einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Für Sportanfänger über 35 Jahre oder chronisch Kranke wäre es jedoch sinnvoll, sich vor dem Trainingsstart sicherheitshalber vom Arzt durchchecken zu lassen.

Und wer unter kalten Füßen leidet und regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte generell überprüfen lassen, ob die Durchblutungsstörung an den Füßen eventuell auch eine Nebenwirkung sein kann. „Das muss mit dem Hausarzt abgeklärt werden, er kann am besten einordnen, wie dann weiter zu verfahren ist“, sagt Mühlenfeld.

Wen die Eiszapfen schließlich bis ins Bett verfolgen, dem rät der Mediziner tatsächlich zu dicken Socken, Fußmassage und Wärmflasche. Denn mit kalten Füßen einschlafen, können viele Menschen nicht. „Der Körper nimmt die kalten Füße als Fehlfunktion wahr und schüttet Stresshormone aus. Das kurbelt den Kreislauf wieder an, an Schlaf ist nicht zu denken“, erklärt Mühlenfeld. Was meist auch für den Bettnachbarn gilt, der den Frost-Zehen kuscheliges Asyl unter der Bettdecke gewährt. Dann also doch lieber: dicke Socken.


Quelle: Christine Pander / www.apotheken-umschau.de; Bildmotiv: © determined - Fotolia.com